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Ronald  Pohl

* 1965 in Wien, lebt in Wien 

österreichischer Kulturjournalist, Theaterkritiker und Schriftsteller 

seit 1993 Feuilleton-Redakteur der Tageszeitung DER STANDARD

Ronald Pohl ist zudem Lektor am Institut für Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien.

Ronald Pohl in:

Wikipedia

Ritter Verlag

Perlentaucher (Kurzbiographie, Rezensionen)

Leseprobe aus: 

Kind aus Blau: Roman der Rückbildung. Ein Miles-Davis-Brevier (2017, Ritter Verlag)

May 22, 2026,   14:45–16:15

zusammen mit Franz KOGLMANN

Franz Koglmann und die Lektionen des Cool

Im hundertsten Jahr nach Miles Davis' Geburt scheint die Zeit gekommen, die Geburt der Moderne zu feiern, diese rekonstruiert aus dem Geist des „kühlen“ Jazz. Was hat es auf sich mit der zerebralen Deutung des Fortschritts – kommentiert und begleitet durch das melancholische Bewusstsein einer Kunstmusik, die sich auf einer Höhe weiß mit den Errungenschaften des Progressivismus – ohne jedoch die allfälligen Verluste von Unmittelbarkeit und Unschuld zu leugnen? Die Indienstnahme Jazz-affiner Satztechniken – diese genützt als Tools zur Gestaltung literarischer Texte – soll einen weiteren Bezug herstellen. Sie veranschaulicht den Parallelismus diverser Modernitäts- und Mobilitätsschübe, diesseits wie jenseits des Atlantiks. Auf dem Programm stehen Texte zu und mit Miles Davis – und über Franz Koglmann. Letzterer wird mehr bis minder spontan musizieren und intervenieren, ein Gespräch zur Verständigung soll folgen. Gewidmet sein soll es Koglmanns exemplarischer Künstlervita.

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